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Glossar

Zimmerpflanzen-Glossar

Knoten, Chimäre, Rückschlag, Blähton… Begriffe aus Pflegeanleitungen und Pflanzentauschbörsen, einfach erklärt.

A

Abmoosen
Einen Stängelabschnitt bewurzeln, solange er noch an der Mutterpflanze sitzt: an einem Knoten leicht anritzen, mit feuchtem Sphagnum und Folie umwickeln, dann abschneiden und eintopfen, sobald sich Wurzeln gebildet haben. → Sphagnum (Torfmoos), Knoten (Nodium), Luftwurzel, Steckling 📖 Ausführlich im Ratgeber: Zimmerpflanzen vermehren: Wasser, Sphagnum, Perlit, Blähton, Erde, Abmoosen und Teilung im Vergleich
Akklimatisierung
Die schrittweise Gewöhnung einer Pflanze an neue Bedingungen, etwa an geringere Luftfeuchtigkeit nach dem Versand oder nach der Gewebekultur. Plötzliche Änderungen bei Licht oder Luftfeuchtigkeit führen oft zu Blattverlust. → Gewebekultur (In-vitro-Vermehrung), Luftfeuchtigkeit, Quarantäne
Anthocyane
Wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die Gewebe rot, rosa oder violett färben. Sie stecken hinter den rötlichen Neuaustrieben und der dunklen Färbung vieler Philodendren. → Panaschierung
Art (Spezies)
Die Grundeinheit der botanischen Systematik, geschrieben als Gattungsname plus Artepitheton in Kursivschrift, z. B. Epipremnum aureum. Wenn Botaniker eine Pflanze neu einordnen, wird der alte Name zum Synonym (Calathea orbifolia heißt heute Goeppertia orbifolia). → Sorte (Cultivar), Hybride
Ausläufer (Stolon)
Ein dünner Spross, der aus der Mutterpflanze herauswächst und an seiner Spitze ein neues Pflänzchen bildet. Das klassische Beispiel ist die Grünlilie (Chlorophytum comosum); die Jungpflanzen lassen sich bewurzeln, solange sie noch verbunden sind. → Kindel (Tochterpflanze), Rhizom

B

bewurzelter vs. unbewurzelter Steckling
Ein bewurzelter Steckling hat schon eigene Wurzeln und kann eingetopft werden; ein unbewurzelter ist nur ein Stängelstück mit Knoten, das erst noch Wurzeln bilden muss. Unbewurzelte Stecklinge sind meist günstiger, aber riskanter. → Steckling, Knoten (Nodium), Pflanzenpass
Bewurzelung im Wasser
Einen Steckling mit dem Knoten ins Wasser stellen, bis sich Wurzeln bilden, und ihn dann in Erde topfen. Wechsle das Wasser regelmäßig; im Wasser gebildete Wurzeln brauchen etwas Zeit, um sich an Erde zu gewöhnen. → Steckling, Knoten (Nodium), Akklimatisierung 📖 Ausführlich im Ratgeber: Zimmerpflanzen vermehren: Wasser, Sphagnum, Perlit, Blähton, Erde, Abmoosen und Teilung im Vergleich
Bewurzelungshormon
Ein Pulver, Gel oder eine Lösung mit synthetischen Auxinen (etwa IBA), in die man das untere Ende eines Stecklings taucht. Es beschleunigt die Wurzelbildung und macht sie gleichmäßiger, vor allem bei schwer bewurzelnden Pflanzen. → Steckling, Kallus
Bims
Ein poröses Vulkangestein, das als mineralischer Bestandteil von Substraten dient. Es ist schwerer als Perlit, schwimmt seltener auf und zerfällt nicht. → Perlit, Substrat (Pflanzerde), Drainage
Blattspreite (Lamina)
Der flache, Photosynthese betreibende Teil des Blattes ohne den Blattstiel. Panaschierungsmuster, Fenestrierung und die Form des Sinus werden an der Spreite beurteilt. → Blattstiel, Sinus (Blattbucht), Fenestrierung
Blattstiel
Der Stiel, der die Blattspreite mit dem Stängel verbindet. Viele Aronstabgewächse haben lange Blattstiele, und die Panaschierung kann sich an ihnen zeigen, bevor sie auf dem Blatt sichtbar wird. → Blattspreite (Lamina), Knoten (Nodium)

C

Chimäre
Eine Pflanze aus genetisch unterschiedlichen Zellschichten, etwa grünem Gewebe und Gewebe ohne Chlorophyll. Chimäre Panaschierung wird nicht über Samen weitergegeben, bleibt nur durch vegetative Vermehrung erhalten und kann sich unvorhersehbar verschieben oder verschwinden. → Panaschierung, Rückschlag (Reversion), sektorale Panaschierung (Halbmond)

D

Drainage
Wie gut Topf und Substrat überschüssiges Wasser abfließen lassen. Ein Abzugsloch ist unverzichtbar: Steht Wasser an den Wurzeln, fehlt ihnen Sauerstoff und sie faulen. → Wurzelfäule, Substrat (Pflanzerde), Perlit
Durchspülen (Auswaschen)
Eine große Wassermenge durch den Topf laufen lassen, um Salze auszuwaschen, die sich durch Dünger und hartes Wasser angesammelt haben. Eine weiße Kruste auf Erde oder Topf und braune Blattspitzen sind Anzeichen für Salzablagerungen. → NPK (Nährstoffverhältnis), Drainage, Kokosfaser
durchwurzelt
Wenn die Wurzeln den ganzen Topf ausfüllen, am Rand kreisen und aus dem Abzugsloch wachsen. Das Wasser läuft direkt durch, und die Pflanze muss in einen etwas größeren Topf umgetopft werden. → Substrat (Pflanzerde), Teilung 📖 Ausführlich im Ratgeber: Zimmerpflanzen umtopfen: wann, welche Topfgröße und Schritt für Schritt

F

Fenestrierung
Löcher oder Schlitze in der Blattspreite, am bekanntesten bei Monstera. Sie erscheinen an ausgewachsenen Blättern; Jungpflanzen und Pflanzen mit wenig Licht bilden oft ungeteilte Blätter. → Blattspreite (Lamina), helles indirektes Licht

G

Gewebekultur (In-vitro-Vermehrung)
Die Vermehrung von Pflanzen aus winzigen Gewebestücken auf einem Nährmedium unter sterilen Laborbedingungen. So entstehen große Mengen genetisch identischer Pflanzen – deshalb werden einst seltene Sorten günstiger. → Sorte (Cultivar), Akklimatisierung, Vegetationspunkt (Apikalmeristem) 📖 Ausführlich im Ratgeber: Gewebekultur bei Zimmerpflanzen: Was TC heißt, warum Thai Constellation aus dem Labor kommt, Eingewöhnung

H

helles indirektes Licht
Viel Licht, ohne dass direkte Mittagssonne auf die Blätter fällt – etwa nahe einem Ostfenster oder etwas abseits eines Südfensters hinter einer dünnen Gardine. Die meisten Aronstabgewächse und panaschierten Pflanzen mögen es so. → Lux / Footcandle, Panaschierung, Internodium 📖 Ausführlich im Ratgeber: Licht für Zimmerpflanzen: Fensterrichtung, Abstand zum Fenster und Lux richtig messen
Hybride
Eine Pflanze, die aus der Kreuzung zweier verschiedener Arten oder Sorten hervorgegangen ist. Eine Arthybride wird im botanischen Namen mit × gekennzeichnet, wie bei Alocasia × amazonica. → Art (Spezies), Sorte (Cultivar)

I

integrierter Pflanzenschutz (IPM)
Ein Ansatz, der Vorbeugung, regelmäßige Kontrolle sowie physikalische und biologische Maßnahmen kombiniert und Pestizide nur als letztes Mittel einsetzt. Bei Zimmerpflanzen heißt das: Quarantäne, Klebefallen, Raubmilben und gezielte Behandlung. → Raubmilben, Quarantäne, Thripse (Fransenflügler), Spinnmilben
Internodium
Der Stängelabschnitt zwischen zwei Knoten. Auffällig lange Internodien mit kleinen Blättern zeigen oft, dass sich die Pflanze nach mehr Licht streckt (Vergeilung). → Knoten (Nodium), helles indirektes Licht

K

Kallus
Wundgewebe, das sich über einer Schnittfläche bildet. Sukkulentenstecklinge lässt man vor dem Einpflanzen antrocknen und Kallus bilden, damit sie nicht faulen. → Steckling, Bewurzelungshormon
Kataphyll (Niederblatt)
Ein umgewandeltes, hochblattartiges Blatt, das bei Philodendren und anderen Aronstabgewächsen ein neu austreibendes Blatt umhüllt und schützt. Sobald sich das Blatt entrollt, trocknet es meist ein und fällt ab, manche Arten behalten es aber am Stängel. → Blattspreite (Lamina), Vegetationspunkt (Apikalmeristem)
Kindel (Tochterpflanze)
Eine junge Pflanze, die sich am Fuß der Mutterpflanze bildet. Sobald sie eigene Wurzeln hat, kann man sie abtrennen und einzeln eintopfen. → Teilung, Ausläufer (Stolon), Knolle (Kormus)
Knolle (Kormus)
Eine verdickte, unterirdische Sprossbasis, die Nährstoffe speichert. Alocasia bildet zwischen den Wurzeln kleine Knöllchen, aus denen sich neue Pflanzen ziehen lassen. → Rhizom, Ruhephase (Dormanz), Teilung
Knoten (Nodium)
Die Stelle am Stängel, an der ein Blatt, eine Achselknospe und bei Aronstabgewächsen oft auch eine Luftwurzel entspringen. Ein Steckling braucht mindestens einen Knoten, um einen neuen Trieb zu bilden. → Internodium, Luftwurzel, Steckling
Kokosfaser
Fasern und Mark aus Kokosnussschalen, als Torfersatz verwendet. Sie halten Feuchtigkeit gut; manche Produkte enthalten Salze und sollten vor der Verwendung ausgespült werden. → Substrat (Pflanzerde), Durchspülen (Auswaschen)
Kolben (Spadix)
Eine fleischige Ähre, dicht mit winzigen Blüten besetzt, typisch für die Aronstabgewächse (Araceae). Sie wird von einer schützenden Spatha begleitet. → Spatha

L

LECA (Blähton)
Leichte Blähtonkugeln (Lightweight Expanded Clay Aggregate): gebrannte Tonkügelchen, die als Drainageschicht, als Substratzusatz oder pur in Semi-Hydrokultur verwendet werden, bei der die Wurzeln Wasser aus einem Reservoir ziehen. → Substrat (Pflanzerde), Drainage, Akklimatisierung
Luftfeuchtigkeit
Die Menge an Wasserdampf in der Luft, angegeben als relative Luftfeuchtigkeit in Prozent. Tropische Aronstabgewächse und Korbmaranten bekommen in trockenen, geheizten Räumen braune Blattränder und sind anfälliger für Spinnmilben. → Spinnmilben, Akklimatisierung 📖 Ausführlich im Ratgeber: Luftfeuchtigkeit für Zimmerpflanzen: Was wirklich hilft (und bringt Besprühen etwas?)
Luftwurzel
Eine Wurzel, die oberhalb der Erde aus dem Stängel wächst, meist an einem Knoten. Kletternde Aronstabgewächse halten sich damit an Stützen fest und nehmen Feuchtigkeit auf; Stecklinge mit Luftwurzel bewurzeln sich meist schneller. → Knoten (Nodium), Steckling, Abmoosen 📖 Ausführlich im Ratgeber: Monstera vermehren: Knoten, Luftwurzeln, Stecklingsarten und Abmoosen
Lux / Footcandle
Einheiten der Beleuchtungsstärke, also der Lichtmenge, die auf eine Fläche fällt. Lux ist die metrische Einheit, Footcandle die US-Einheit; 1 Footcandle entspricht etwa 10,76 Lux. Gemessen wird mit einem Luxmeter oder grob mit einer Handy-App. → helles indirektes Licht 📖 Ausführlich im Ratgeber: Licht für Zimmerpflanzen: Fensterrichtung, Abstand zum Fenster und Lux richtig messen

M

marmorierte Panaschierung
Ein feines, verstreutes Muster aus Sprenkeln und Streifen über die ganze Spreite statt großer geschlossener Flächen. Die Efeutute 'Marble Queen' ist ein typisches Beispiel. → Panaschierung, sektorale Panaschierung (Halbmond)

N

NPK (Nährstoffverhältnis)
Die drei Zahlen auf dem Düngeretikett geben den Gehalt an Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) an. Stickstoff fördert das Blattwachstum; dünge Zimmerpflanzen vor allem in der Wachstumszeit, verdünnt nach Packungsangabe. → Durchspülen (Auswaschen), Ruhephase (Dormanz), pH-Wert

O

Orchideenrinde
Grobe Rindenstücke, meist von Kiefern. In Substraten für Aronstabgewächse schaffen sie große Lufträume, ähnlich den Bedingungen von Pflanzen, die in der Natur an Baumstämmen hochklettern. → Substrat (Pflanzerde), Drainage

P

Panaschierung
Eine Blattzeichnung in Grün und Weiß, Creme oder Gelb, bei der einem Teil des Gewebes das Chlorophyll fehlt. Sie kann genetisch bedingt, chimär oder durch Viren ausgelöst sein; die hellen Bereiche betreiben keine Photosynthese, deshalb wachsen panaschierte Pflanzen langsamer. → Chimäre, Rückschlag (Reversion), sektorale Panaschierung (Halbmond), marmorierte Panaschierung 📖 Ausführlich im Ratgeber: Panaschierte Zimmerpflanzen: Was Panaschierung ist, warum sie zurückschlägt und warum sie so teuer ist
Perlit
Leichtes weißes Granulat aus vulkanischem Glas, das so lange erhitzt wurde, bis es sich aufbläht. Es wird Substraten beigemischt, um Durchlüftung und Drainage zu verbessern, und enthält keine Nährstoffe. → Substrat (Pflanzerde), Bims, Drainage
Pflanzengesundheitszeugnis
Ein amtliches Dokument des Pflanzenschutzdienstes im Ausfuhrland, das bestätigt, dass eine Sendung die Pflanzengesundheitsvorschriften des Einfuhrlandes erfüllt. Seit dem 14. Dezember 2019 brauchen praktisch alle Pflanzen zum Anpflanzen, die von außerhalb in die EU kommen, eines – auch kleine Mengen für den Eigenbedarf. → Pflanzenpass, Quarantäne
Pflanzenpass
Ein amtliches EU-Etikett für Pflanzen zum Anpflanzen, das die Einhaltung der Pflanzengesundheitsvorschriften bestätigt und die Rückverfolgung ermöglicht. Beim Direktverkauf an Endverbraucher ist er nicht nötig, beim Fernabsatz wie etwa bei Onlinebestellungen aber vorgeschrieben. → Pflanzengesundheitszeugnis, bewurzelter vs. unbewurzelter Steckling
pH-Wert
Ein Maß dafür, wie sauer oder basisch das Substrat ist, auf einer Skala von 0 bis 14, auf der 7 neutral ist. Die meisten Zimmerpflanzen mögen es leicht sauer; bei falschem pH-Wert sind manche Nährstoffe schlechter verfügbar. → Substrat (Pflanzerde), NPK (Nährstoffverhältnis)

Q

Quarantäne
Eine neu gekaufte Pflanze einige Wochen lang vom Rest deiner Sammlung fernhalten und in dieser Zeit auf Schädlinge prüfen. So verhinderst du, dass sich Thripse, Spinnmilben oder Wollläuse ausbreiten. → integrierter Pflanzenschutz (IPM), Thripse (Fransenflügler), Wollläuse (Schmierläuse), Akklimatisierung

R

Raubmilben
Nützliche Milben, die zur biologischen Schädlingsbekämpfung ausgebracht werden. Phytoseiulus persimilis jagt Spinnmilben, Neoseiulus (Amblyseius) cucumeris wird vor allem vorbeugend gegen Thripse eingesetzt. → Spinnmilben, Thripse (Fransenflügler), integrierter Pflanzenschutz (IPM)
Rhizom
Ein waagerecht unter der Erde oder an der Oberfläche wachsender Spross, aus dessen Knoten Wurzeln und Triebe entspringen. Rhizombildende Pflanzen wie Zamioculcas und Korbmaranten vermehrt man meist durch Teilung. → Teilung, Knolle (Kormus), Ausläufer (Stolon)
Rückschlag (Reversion)
Wenn eine panaschierte Pflanze anfängt, rein grüne Triebe zu bilden. Grüne Triebe sind wüchsiger und können die Oberhand gewinnen, deshalb schneidet man sie meist bis zu ihrem Ursprung zurück. → Panaschierung, Chimäre 📖 Ausführlich im Ratgeber: Panaschierung geht verloren: Warum panaschierte Pflanzen vergrünen und wie du zurückschneidest
Ruhephase (Dormanz)
Eine Phase verlangsamten oder ruhenden Wachstums, meist im Winter bei weniger Licht. Alocasien können ihre Blätter abwerfen und als Knolle überdauern; gieß dann weniger und dünge nicht. → Knolle (Kormus), NPK (Nährstoffverhältnis)

S

Schildläuse
Saugende Insekten, die unter einem schützenden Schild an Stängeln und Blättern sitzen. Napfschildläuse scheiden klebrigen Honigtau aus, Deckelschildläuse nicht; der Schild schützt sie vor vielen Sprühmitteln. → Wollläuse (Schmierläuse), integrierter Pflanzenschutz (IPM)
sektorale Panaschierung (Halbmond)
Panaschierung in großen, geschlossenen Flächen, bei der ein ganzer Abschnitt des Blattes weiß oder rosa ist. Der Extremfall ist ein „Halbmond“, bei dem genau eine Seite der Mittelrippe kein Chlorophyll hat. → Panaschierung, Chimäre, marmorierte Panaschierung
Sinus (Blattbucht)
Die Einbuchtung am Grund der Blattspreite, wo der Blattstiel ansetzt – typisch für herz- und pfeilförmige Blätter. Ihre Form hilft, verwandte Arten auseinanderzuhalten, etwa bei Alocasia. → Blattspreite (Lamina), Blattstiel
Sorte (Cultivar)
Eine Pflanzenform, die wegen bestimmter Merkmale ausgelesen und in Kultur erhalten wird, etwa Monstera deliciosa 'Thai Constellation'. Sortennamen stehen in einfachen Anführungszeichen und werden nicht übersetzt. → Art (Spezies), Hybride, Gewebekultur (In-vitro-Vermehrung)
Spatha
Das Hochblatt, das bei Aronstabgewächsen den Kolben im Blütenstand umhüllt oder hinterfängt. Beim Einblatt und bei der Flamingoblume ist es der auffällige weiße oder farbige Teil, den man meist für die Blüte hält. → Kolben (Spadix)
Sphagnum (Torfmoos)
Getrocknetes Moos, das viel Wasser speichert und dabei luftig bleibt. Es wird zum Bewurzeln von Stecklingen, zum Abmoosen und für Moosstäbe verwendet. → Abmoosen, Steckling, Substrat (Pflanzerde)
Spinnmilben
Winzige Milben (meist Tetranychus urticae), die an den Blattunterseiten saugen. Die Blätter bekommen feine gelbe Sprenkel und bei starkem Befall feine Gespinste; Spinnmilben gedeihen in warmer, trockener Luft. → Raubmilben, Luftfeuchtigkeit, integrierter Pflanzenschutz (IPM) 📖 Ausführlich im Ratgeber: Spinnmilben an Zimmerpflanzen: Anzeichen, Ursachen und wie du sie loswirst
Steckling
Ein von einer Pflanze abgeschnittenes Stück, meist ein Stängelabschnitt mit Knoten und Blatt, aus dem eine neue Pflanze heranwächst. Er ist genetisch identisch mit der Mutterpflanze – so werden Sorten und panaschierte Pflanzen vermehrt. → Knoten (Nodium), Bewurzelung im Wasser, Bewurzelungshormon, bewurzelter vs. unbewurzelter Steckling 📖 Ausführlich im Ratgeber: Zimmerpflanzen vermehren: Wasser, Sphagnum, Perlit, Blähton, Erde, Abmoosen und Teilung im Vergleich
Substrat (Pflanzerde)
Das Medium, in dem eine Topfpflanze wurzelt, etwa Blumenerde, Rinde, Perlit und Kokosfaser. Aronstabgewächse gedeihen am besten in grober, luftiger Mischung, die nach dem Gießen schnell abtrocknet. → Perlit, Orchideenrinde, Kokosfaser, Drainage 📖 Ausführlich im Ratgeber: Substrat für Aronstabgewächse: Mischungen für Monstera, Philodendron und Alocasia

T

Teilung
Eine horstbildende oder rhizombildende Pflanze in mehrere Stücke aufteilen, jedes mit eigenen Wurzeln und Blättern. Am besten gelingt das beim Umtopfen. → Rhizom, Kindel (Tochterpflanze), durchwurzelt 📖 Ausführlich im Ratgeber: Zimmerpflanzen vermehren: Wasser, Sphagnum, Perlit, Blähton, Erde, Abmoosen und Teilung im Vergleich
Thripse (Fransenflügler)
Winzige, schlanke Insekten mit gefransten Flügeln, die Blattzellen aussaugen. Sie hinterlassen silbrige Flecken und schwarze Kotpünktchen und verstecken sich bei Aronstabgewächsen oft in sich entrollenden Blättern. → Raubmilben, integrierter Pflanzenschutz (IPM), Quarantäne 📖 Ausführlich im Ratgeber: Thripse an Zimmerpflanzen: So erkennst du sie und wirst sie los
Trauermücken
Kleine schwarze Fliegen, die um die Töpfe schwirren. Ihre Larven leben im feuchten Substrat, ernähren sich von organischem Material und Pilzen und können die zarten Wurzeln von Stecklingen schädigen; es hilft, die Oberfläche abtrocknen zu lassen. → Wurzelfäule, integrierter Pflanzenschutz (IPM), Raubmilben 📖 Ausführlich im Ratgeber: Trauermücken bekämpfen: So wirst du die Mücken in der Blumenerde los

V

Vegetationspunkt (Apikalmeristem)
Das sich aktiv teilende Gewebe an der Triebspitze, aus dem neue Blätter entstehen. Kneift man es aus, verzweigt sich die Pflanze meist aus den Knospen an den Knoten darunter. → Knoten (Nodium), Kataphyll (Niederblatt), Gewebekultur (In-vitro-Vermehrung)

W

Wollläuse (Schmierläuse)
Saugende Insekten, die mit weißem, watteartigem Wachs bedeckt sind. Sie sitzen gehäuft in Blattachseln und an den Wurzeln und scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich Rußtau bildet. → Schildläuse, integrierter Pflanzenschutz (IPM), Quarantäne 📖 Ausführlich im Ratgeber: Wollläuse an Zimmerpflanzen: So wirst du die weißen, flauschigen Schädlinge los
Wurzelfäule
Fäulnis der Wurzeln, vor allem durch Staunässe und Pilze oder Scheinpilze wie Pythium verursacht. Befallene Wurzeln sind braun, matschig und riechen unangenehm, und die Pflanze welkt, obwohl die Erde nass ist. → Drainage, Substrat (Pflanzerde), Trauermücken 📖 Ausführlich im Ratgeber: Zimmerpflanzen richtig gießen: wann, wie viel und mit welchem Wasser